Sign In

 

 

Organspende und SARS-CoV-2/COVID-19Organspende und SARS-CoV-2/COVID-19https://www.dso.de/Lists/DSONews/DispForm.aspx?ID=19<p>​​​​​​​​​​​​​Organspende und Transplantation können auch bei SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie erfolgen, dies verlangt allerdings entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.</p><p><span class="ms-rteFontSize-4"><strong>Informationen für Krankenhäuser </strong></span><span class="ms-rteFontSize-2"><span class="ms-rteFontSize-2">(Stand 29.04.2022)</span></span></p><p><strong></strong></p><p>Bei allen potenziellen Spendern wird eine sorgfältige Krankengeschichte erhoben und insbesondere nach Aufenthalten in COVID-19-Risikogebieten (gemäß Vorgabe des <a href="https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html">RKI</a>) und Kontakten mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen gefragt. Zudem ist bei jedem potenziellen Spender eine SARS-CoV-2-PCR mit Probenmaterial aus den oberen und unteren Atemwegen durchzuführen. <strong>Auch bei positivem SARS-CoV-2-Befund bei dieser Untersuchung ist in ausgewählten Fällen eine Organspende möglich.</strong> Bei der Entscheidung über eine mögliche Organspende und ggf. bei der Meldung an die Vermittlungsstelle Eurotransplant sind neben Zeichen einer COVID-19-Erkrankung und weiteren anamnestischen Angaben insbesondere ergänzende infektiologische Untersuchungen und eine sorgfältige Spenderorgancharakterisierung unabdingbar.<br></p><p>​Weitere Informationen dazu finden Sie hier in den <a href="/SiteCollectionDocuments/News/Empf_SARS-CoV-2-positive-Organspender.pdf">„Empfehlungen der Bundesärztekammer zur Organspende bei positivem SARS-CoV-2 Befund des potenziellen Spenders“</a>, wie sie von der AG RL BÄK Empfängerschutz unter Beteiligung weiterer Fachexperten und in enger Abstimmung mit der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erarbeitet und vom Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung vom 21./22.04.2022 beschlossen wurden.<br></p><p>Dieses modifizierte Vorgehen entspricht auch den derzeitigen Empfehlungen von Eurotransplant. Die Entscheidung über die Transplantation eines jeden Empfängers erfolgt im Transplantationszentrum selbstverständlich wie immer unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko für den Empfänger, wobei nun auch das Risiko einer möglichen COVID-19-Infektion nach der Transplantation berücksichtigt wird.​<br></p><p><strong>​Aktuelle Informationen und Empfehlungen der DTG zur Organtransplantation und Nachsorge </strong>finden sich auf der <a href="http://www.d-t-g-online.de/index.php" target="_blank">Homepage der DTG</a>.<br></p><p><strong>Einführung eines Datenregisters für transplantierte COVID-19 Patienten </strong><br>Der Vorstand der DTG hat sich wie einige andere Fachgesellschaften für die Etablierung eines COVID-19-Transplantationsregisters als Substudie des Lean European Open Survey on SARS-CoV-2 (<a href="https://leoss.net/" target="_blank">LEOSS-Register</a>) entschieden, das in Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (<a href="https://www.dgi-net.de/" target="_blank">DGI</a>) mit der <a href="https://www.escmid.org/research_projects/emerging_infections_task_force/" target="_blank">ESCMID Emerging Infections Task Force </a>(EITaF) gerade neu etabliert wurde. Die transplantationsspezifische Substudie bzw. Datenabfrage wurde bereits in vorläufiger Form in das LEOSS-Register eingearbeitet, so dass es von allen COVID-19 betreuenden Ärzten benutzt werden kann. Der große Vorteil dieser Zusammenarbeit mit den Infektiologen innerhalb eines einheitlichen Registers ist die direkte Vergleichsmöglichkeit mit vielen anderen Patientengruppen, wie z.B. Stammzelltransplantierten oder Nicht-Transplantierten etc.. </p><p>Dieses gesamteuropäische Register ermöglicht eine sowohl prospektive als auch retrospektive Dateneingabe in ausschließlich voll-anonymisierter Form, was zwangsweise/bewusst eine gewisse Unschärfe in der Patientencharakterisierung bewirkt, aber den Vorteil hat, dass ein Patienteneinverständnis nicht erforderlich ist. Alle notwendigen Ethikvoten werden zentral eingeholt und verzögern den sofortigen Beginn von Registereintragungen nicht. Diese Datenerhebung kann, wenn sie sehr konsequent und schnell von niedergelassenen und Krankenhausärzten durchgeführt wird, bereits wichtige Informationen für die Identifizierung und das Handling von Risikogruppierungen unter der noch laufenden Pandemie erzielen und beeinflussen. Hierbei kann man sich je nach Bedarf entweder ein personalisiertes Einzelaccount oder ein Sammelaccount (Kliniken, Großpraxis) erstellen lassen. </p><p>Bitte helfen Sie mit dem Eintrag von allen COVID-19 positiven Patienten nach Organtransplantation unter folgender Registeradresse: <a href="https://leoss.net/" target="_blank">https://leoss.net/</a></p><p><strong class="ms-rteFontSize-4">Informationen für Wartelistenpatienten und Transplantierte </strong></p><p><strong class="ms-rteFontSize-4">​</strong>Die  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet auf ihrer Internetseite <a href="http://www.infektionsschutz.de/" target="_blank">www.infektionsschutz.de</a> verlässliche und laufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus und zu Impfungen sowie Hygiene​tipps an. Zudem sind dort nützliche Materialien für verschiedene Zielgruppen zu finden wie unter anderem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dazu zählen Patienten, die transplantiert sind oder auf ein neues Organ warten.</p><p><a href="https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/wie-verhalte-ich-mich/als-aelterer-oder-chronisch-kranker-mensch/" target="_blank">Informationen für Menschen mit chronischen Erkrankungen mit Verhaltensregeln und Hygienetipps.​</a> </p><p><strong>Informationen der DTG</strong> für Patienten zur Corona-Impfung sind <a href="https://www.d-t-g-online.de/index.php/covid-19/informationen-zu-covid-19-vom-16-03-2021" title="Deutsche Transplantationsgesellschaft ">hier​</a> abrufbar. <br></p><p><strong>Stand: 29.04.2022</strong><br></p><p>Suchbegriffe: COVID-19, Corona, </p>28.04.2022 22:00:00Frankfurt am Main