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DSO-Kongress 2019

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In seinem 15. Jahr verzeichnete der Kongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation einen neuen Teilnehmerrekord: Rund 420 Ärzte und Pflegekräfte kamen am 7. und 8. November in Frankfurt am Main zusammen, um sich intensiv zum Thema Organspende fortzubilden und untereinander auszutauschen. Besonders erfreulich: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren in ihrer Funktion als Transplantationsbeauftragte vor Ort.

Insbesondere deren großes Interesse wertete die DSO als Bestätigung des angebotenen Kongressprogramms, das die umfassenden gesetzlichen Neuerungen in diesem Jahr zum Inhalt hatte: Die Vortragsthemen waren darauf ausgerichtet, wie das am 1. April in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO) in den Klinikalltag der Transplantationsbeauftragten integriert werden soll, um ihnen ihre anspruchsvollen Aufgaben zu erleichtern. Diese Chancen, aber auch die Herausforderungen und Pflichten, die mit dem GZSO sowie auch mit dem Gemeinschaftlichen Initiativplan Organspende einhergehen, wurden auf der Jahrestagung ausgiebig und lebhaft diskutiert. 

Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO, betonte in seinem Eröffnungsvortrag, dass es aktuell noch zu früh sei, die Auswirkungen des GZSO auf die Organspende zu beurteilen. Erfreulicherweise seien aber erste Impulse spürbar: Zwar ist die Zahl der Organspenden in den ersten 10 Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen, dafür haben jedoch die organspendebezogenen Kontakte der Entnahmekrankenhäuser zur DSO um rund
8 Prozent zugenommen.

Auch auf die Widerspruchslösung ging Rahmel ein: Ebenso wie andere an der Organspende beteiligte Partner, z.B. die DIVI, sieht die DSO darin eine zusätzliche Chance, die im GZSO verankerten strukturellen Prozesse in den Kliniken weiter zu stärken, indem das Denken an die Organspende auf Intensivstationen zum Normalfall wird. Damit würde auch die Prüfung der Möglichkeit einer Organspende von der Ausnahme zur Regel und auf eine positive Basis gesetzt.

Der vollständige Nachbericht ist als PDF verfügbar.

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