DSO-News

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​​​​Hier finden Sie Informationen zu aktuellen medizinischen Themen, die für den Ablauf einer Organspende sowie für die Transplantationsmedizin wichtig sein können.
Die Arbeitsmittel der DSO werden kontinuierlich aktualisiert und relevante Neuerungen entsprechend eingearbeitet. ​

Themen 

  1. Organspende und SARS-CoV-2/COVID-19 
  2.  Organspende und Affenpockeninfektion  ​​​​​​​​​​​​​

1. Organspend​e und SARS-CoV-2/COVID-19 ​

Organspende und Transplantation können auch bei SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie erfolgen, dies verlangt allerdings entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.

1.1 Inform​ationen für Krankenhäuser (Stand 29.04.2022)

Bei allen potenziellen Spendern wird eine sorgfältige Krankengeschichte erhoben und insbesondere nach Aufenthalten in COVID-19-Risikogebieten (gemäß Vorgabe des RKI) und Kontakten mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen gefragt. Zudem ist bei jedem potenziellen Spender eine SARS-CoV-2-PCR mit Probenmaterial aus den oberen und unteren Atemwegen durchzuführen. Auch bei positivem SARS-CoV-2-Befund bei dieser Untersuchung ist in ausgewählten Fällen eine Organspende möglich. Bei der Entscheidung über eine mögliche Organspende und ggf. bei der Meldung an die Vermittlungsstelle Eurotransplant sind neben Zeichen einer COVID-19-Erkrankung und weiteren anamnestischen Angaben insbesondere ergänzende infektiologische Untersuchungen und eine sorgfältige Spenderorgancharakterisierung unabdingbar.

​Weitere Informationen dazu finden Sie hier in den „Empfehlungen der Bundesärztekammer zur Organspende bei positivem SARS-CoV-2 Befund des potenziellen Spenders“, wie sie von der AG RL BÄK Empfängerschutz unter Beteiligung weiterer Fachexperten und in enger Abstimmung mit der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erarbeitet und vom Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung vom 21./22.04.2022 beschlossen wurden.

Dieses modifizierte Vorgehen entspricht auch den derzeitigen Empfehlungen von Eurotransplant. Die Entscheidung über die Transplantation eines jeden Empfängers erfolgt im Transplantationszentrum selbstverständlich wie immer unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko für den Empfänger, wobei nun auch das Risiko einer möglichen COVID-19-Infektion nach der Transplantation berücksichtigt wird.​


1.2 Informationen für Transplantationszentren 

​Aktuelle Informationen und Empfehlungen der DTG zur Organtransplantation und Nachsorge finden sich auf der Homepage der DTG.

Einführung eines Datenregisters für transplantierte COVID-19 Patienten
Der Vorstand der DTG hat sich wie einige andere Fachgesellschaften für die Etablierung eines COVID-19-Transplantationsregisters als Substudie des Lean European Open Survey on SARS-CoV-2 (LEOSS-Register) entschieden, das in Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) mit der ESCMID Emerging Infections Task Force (EITaF) gerade neu etabliert wurde. Die transplantationsspezifische Substudie bzw. Datenabfrage wurde bereits in vorläufiger Form in das LEOSS-Register eingearbeitet, so dass es von allen COVID-19 betreuenden Ärzten benutzt werden kann. Der große Vorteil dieser Zusammenarbeit mit den Infektiologen innerhalb eines einheitlichen Registers ist die direkte Vergleichsmöglichkeit mit vielen anderen Patientengruppen, wie z.B. Stammzelltransplantierten oder Nicht-Transplantierten etc..

Dieses gesamteuropäische Register ermöglicht eine sowohl prospektive als auch retrospektive Dateneingabe in ausschließlich voll-anonymisierter Form, was zwangsweise/bewusst eine gewisse Unschärfe in der Patientencharakterisierung bewirkt, aber den Vorteil hat, dass ein Patienteneinverständnis nicht erforderlich ist. Alle notwendigen Ethikvoten werden zentral eingeholt und verzögern den sofortigen Beginn von Registereintragungen nicht. Diese Datenerhebung kann, wenn sie sehr konsequent und schnell von niedergelassenen und Krankenhausärzten durchgeführt wird, bereits wichtige Informationen für die Identifizierung und das Handling von Risikogruppierungen unter der noch laufenden Pandemie erzielen und beeinflussen. Hierbei kann man sich je nach Bedarf entweder ein personalisiertes Einzelaccount oder ein Sammelaccount (Kliniken, Großpraxis) erstellen lassen.
Bitte helfen Sie mit dem Eintrag von allen COVID-19 positiven Patienten nach Organtransplantation unter folgender Registeradresse: https://leoss.net/

1.3 Informationen für Patienten und Patientinnen auf der Wartelisten sowie für Transplantierte 

Die  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet auf ihrer Internetseite www.infektionsschutz.de verlässliche und laufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus und zu Impfungen sowie Hygiene​tipps an. Zudem sind dort nützliche Materialien für verschiedene Zielgruppen zu finden wie unter anderem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dazu zählen Patienten und Patientinnen, die transplantiert sind oder auf ein neues Organ warten.

Informationen für Menschen mit chronischen Erkrankungen mit Verhaltensregeln und Hygienetipps.​

Informationen der DTG für Patienten und Patientinnen zur Corona-Impfung sind hier​ abrufbar. 


2. Vorgehen der DSO der DSO zur Evaluation von Organspendern in Bezug auf eine Affenpockeninfektion 


2.1 Informationen für Krankenhäuser (Stand 12.08.2022) 

Das gegenwärtige Vorgehen der DSO in Bezug auf eine (mögliche) Affenpockeninfektion bei Spendern zum Schutz der Empfänger finden Sie hier im P​DF zum Download. Die medizinische Evidenz dazu ist dynamisch.​

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