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Lunge – Warteliste und Vermittlung

Die Zahl der Lungentransplantationen in Deutschland lag im Jahr 2018 bei 375.

Lungen werden sowohl einseitig als auch doppelseitig sowie mit einem Herzen kombiniert übertragen.

Für die Aufnahme in die Warteliste, muss ein endgültiges, nicht-rückbildungsfähiges Lungenversagen vorliegen, das eine lebenserhaltende medikamentöse oder apparative Ateminsuffizienzbehandlung erforderlich macht.
Kontraindikationen sind:

  • zusätzliche Erkrankungen (z.B. klinisch manifeste Infektionserkrankungen, endgültige Nieren- oder Leberinsuffizienz, nicht-kurativ behandelbare Tumorerkrankungen)
  • psychosoziale Faktoren, die entweder ein vitales Risiko bei der Transplantation darstellen oder den längerfristigen Erfolg mindern

Wenn gleichzeitig die Indikation zur Durchführung einer zweiten Transplantation vorliegt, gelten die genannten Kontraindikationen nur eingeschränkt.

Die Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten in die Warteliste, ihre Führung sowie über die Abmeldung eines Patienten trifft eine ständige, interdisziplinäre und organspezifische Transplantationskonferenz des Transplantationszentrums. Daran ist auch mindestens ein Mediziner beteiligt, der nicht unmittelbar in das Transplantationsgeschehen eingebunden ist.

Grundlage für die Vermittlung von Organen für die Transplantation sind die Erfolgsaussicht und die Dringlichkeit. Für die Vermittlung von Lungen wird das Maß von Dringlichkeit und Erfolgsaussicht nach dem Lung-Allocation-Score (LAS) berechnet. Der LAS dient dazu, die Kandidaten auf einer Warteliste mittels einer Kombination aus den Parametern Wartelisten-Dringlichkeitsstufe und Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Transplantation zu priorisieren. In diesem Zusammenhang wird die Wartelisten-Dringlichkeitsstufe danach definiert, was mit einem Kandidaten voraussichtlich (d.h. in Anbetracht der jeweiligen Kenndaten) innerhalb des nächsten Jahres passiert, wenn er oder sie kein Transplantat erhält. Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Transplantation wird danach definiert, was mit einem Kandidaten voraussichtlich (d.h. in Anbetracht der jeweiligen Kenndaten) innerhalb des ersten Jahres nach der Transplantation passiert, wenn er oder sie ein Transplantat erhält.

Die Werte des LAS liegen auf einer Skala von 0 bis 100. Mit Hilfe dieses LAS werden Spenderorgane bei passender Größe und Blutgruppe immer an denjenigen Empfänger vermittelt, der durch die Transplantation den größten Überlebensvorteil hat.

Für Kinder bis 12 Jahre und für Patienten, die auf eine kombinierte Transplantation warten, gelten Sonderregelungen.

 

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