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Leber – Warteliste und Vermittlung

Im Jahr 2018 gab es 877 Lebertransplantationen, davon 52 nach einer Lebendspende.

Eine Lebertransplantation wird in Betracht gezogen, wenn der Patient unter einer lebensgefährlichen, nicht rückbildungsfähigen und fortschreitenden Lebererkrankung leidet. Dazu zählen unter bestimmten Bedingungen die Leberzirrhose, cholestatische Lebererkrankungen, genetische und metabolische Erkrankungen, akutes Leberversagen, bösartige Lebertumore oder andere schwere Lebererkrankungen.
Für die Aufnahme auf die Warteliste gelten folgende Kontraindikationen, die den Behandlungserfolg bei einer Lebertransplantation ernsthaft in Frage stellen:

  • nicht kurativ behandelte, extrahepatische bösartige Erkrankungen
  • klinisch manifeste extrahepatische Infektionserkrankungen
  • Schwerwiegende Erkrankungen anderer Organe (z.B. Herz- und Gefäßerkrankungen, Lungenerkrankungen etc.)

Wenn gleichzeitig die Indikation zur Durchführung einer zweiten Transplantation vorliegt, gelten die genannten Kontraindikationen nur eingeschränkt.
Bei der Aufnahme auf die Warteliste soll stets der körperliche und seelische Gesamtzustand des Patienten hinsichtlich eines Behandlungserfolges eingeschätzt werden.

Die Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten in die Warteliste, ihre Führung sowie über die Abmeldung eines Patienten trifft eine ständige, interdisziplinäre und organspezifische Transplantationskonferenz des Transplantationszentrums. Daran ist auch mindestens ein Mediziner beteiligt, der nicht unmittelbar in das Transplantationsgeschehen eingebunden ist.

Die Richtlinien für die Organvermittlung zur Lebertransplantation legen unterschiedliche Kriterien für die Vergabe zugrunde:

1. Blutgruppenkompatibilität (A-B-0-System)

Die Blutgruppenkompatibilität zwischen Spender und Empfänger ist Grundvoraussetzung für eine Organtransplantation. Um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten, wird nach detaillierten Regeln vorgegangen.

2. Dringlichkeitsstufen

Bei Patienten in akut lebensbedrohlicher Situation (High urgency, HU) droht ohne Transplantation der Tod in wenigen Tagen. Sie werden vorrangig vor allen anderen Patienten bei der Organzuteilung berücksichtigt. Innerhalb der Gruppe der HU-Patienten erfolgt die Organverteilung wiederum nach der Zeit der Meldung. Ob ein Grund für eine Meldung als HU-Patient vorliegt, ist aus den Regeln der Bundesärztekammer ersichtlich.

Außerhalb der Gruppe der HU-Patienten erfolgt die Vermittlung nach der Dringlichkeit der Transplantation. Maß für die Dringlichkeit der Transplantation ist der MELD-Score (MELD, Model for Endstage Liver Disease). Der MELD-Score ermöglicht eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit für Patienten im Endstadium einer Lebererkrankung innerhalb von drei Monaten zu versterben.

3. Konservierungszeit/Wartezeit

Die Dauer der Konservierung eines entnommenen Organs ist ein wichtiger Faktor für die Funktionsaufnahme der transplantierten Leber. Deshalb wird bei Patienten mit gleichem MELD-Score der regionale Empfänger bevorzugt.
Verständlicherweise muss bei Kindern und Jugendlichen die Wartezeit möglichst kurz gehalten werden, um weitere Probleme der Entwicklung und des Wachstums zu vermindern. Da große Organe für Kinder ungeeignet sein können, sollen alle Organe von Spendern unter 46 kg Körpergewicht primär für die Lebertransplantation von Kindern und Jugendlichen vermittelt werden.
Wenn zusätzlich zur Leber weitere Organe transplantiert werden sollen, erfolgt ebenfalls eine vorrangige Berücksichtigung bei der Zuteilung; allerdings nicht, wenn es sich nur um eine kombinierte Leber-/Nieren-Transplantation handelt.

 

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