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Nierentransplantation

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 1.653 Nieren nach postmortaler Organspende und 638 nach einer Lebendspende transplantiert. Zur Zeit warten über 7.000 Patienten in Deutschland auf ein Spenderorgan.

Empfänger

Bei endgültigem Nierenversagen kann nur die regelmäßige Dialyse oder eine Transplantation das Leben des Patienten erhalten. Die häufigsten Ursachen für ein chronisches Nierenversagen sind die primär insulinabhängige Diabetes mellitus mit Nierenkomplikation, das chronische nephritische Syndrom, die hypertensive Nierenkrankheit mit Niereninsuffizienz und die polyzystische Niere.

Lebendspende

Da Nieren paarig angelegt sind, ist prinzipiell eine Lebendspende möglich. 2018 wurden insgesamt 638 Nierentransplantationen nach Lebendspende vorgenommen, 27,8 Prozent aller Nierentransplantationen. Als Spender in Frage kommen nahe Verwandte und Personen, die dem Empfänger persönlich eng verbunden sind.

Konservierung und Spenderkriterien

Nach der Entnahme werden die Spendernieren mit einer gekühlten Lösung perfundiert und spätestens innerhalb von 24 Stunden transplantiert.

Geschichte

Die erste erfolgreiche Transplantation mit dauerhaftem Erfolg war eine Nierentransplantation:

  • 1954 übertrug der Chirurg Joseph Murray am Bostoner Bent Brigham Hospital dem schwer nierenkranken Richard Herrick die Niere seines Zwillingsbruders Ronald.
  • 1959 gelang ebenfalls in Boston, mit Hilfe der neu entwickelten Immunsuppressiva, die erste Nierentransplantation bei Verwandten.
  • 1963 wurde die erste Nierentransplantation in Deutschland in Berlin von Wilhelm Brosig und Reinhard Nagel vorgenommen.
 

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