Deutsche Stiftung Organtransplantation | Gemeinnützige Stiftung | Koordinierungsstelle Organspende

Entscheidungsbegleitung im Angehörigengespräch

Kompaktinformation Entscheidungsbegleitung

Ausführliche Informationen zur Entscheidungsbegleitung finden Sie im 5. Kapitel des »Leitfaden für die Organspende«.

  • Gesetzliche Rahmenbedingungen

    Die erteilte Zustimmung des Verstorbenen oder seiner Angehörigen oder einer diesen gleichgestellten Person ist eine unabdingbare rechtliche Voraussetzung zur Organ- und Gewebeentnahme.

     
  • Grundlagen der Entscheidung

    Erklärung des Verstorbenen

    Eine zu Lebzeiten getroffene Entscheidung des Verstorbenen für oder gegen eine Organ-/Gewebespende kann schriftlich oder mündlich mitgeteilt worden sein. Die Entscheidung des Verstorbenen ist grundsätzlich bindend.

    Entscheidung eines Dritten

    Wurde die Entscheidung über eine Organ-/Gewebespende vom Verstorbenen zu Lebzeiten auf eine namentlich benannte dritte Person übertragen, so tritt diese an die Stelle des nächsten Angehörigen.

    Entscheidung der Angehörigen oder einer gleichgestellten Person

    Liegt eine Entscheidung über eine Organ-/Gewebespende nicht vor, so sind die nächsten Angehörigen des Verstorbenen oder eine diesen gleichgestellte Person zu befragen.

    Angehörige

    Die Rangfolge der nächsten Angehörigen:

    1. Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner

    2. volljährige Kinder

    3. Eltern, Vormund, Pfleger

    4. volljährige Geschwister

    5. Großeltern

    Gleichgestellte Personen

    Dem (jeweilig) nächsten Angehörigen gleichgestellt ist eine volljährige Person, die dem Verstorbenen in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahegestanden hat, z.B.: Verlobte/r 

     

     

     

Der mutmaßliche Wille des Verstorbenen

Die entscheidungsbefugte Person hat bei ihrer Entscheidung den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen zu beachten. Ist der mutmaßliche Wille nicht ermittelbar, erfolgt eine Entscheidung nach den Wertvorstellungen der entscheidungsbefugten Person.

  • Begleitung der Angehörigen

    Das Gespräch mit den Angehörigen dient der Klärung des geäußerten oder mutmaßlichen Willen des Verstorbenen. Aufgabe dieses Gespräches ist es, zum einen die Angehörigen über die verschiedenen Aspekte einer möglichen Organspende zu informieren und dabei aufkommende Fragen zu beantworten und zum anderen die Angehörigen emotional zu begleiten. Ziel des Angehörigengesprächs ist es, dass die Familie zu einer stabilen Entscheidung im Sinne des Verstorbenen findet.

     
  • Dokumentation

    Das Gespräch mit den Angehörigen muss gemäß Anlage 3 der Verfahrensanweisungen dokumentiert werden:

    • Ablauf: Ort, Datum, Zeit, Dauer, anwesende Personen
    • Inhalt: Möglichkeit der Übertragung von Organen/Geweben, Entscheidungsfindung (persönliche Entscheidung, vermuteter Wille, Entscheidung der Angehörigen, persönlicher Kontakt)
    • Ergebnis: Ablehnung bzw. Zustimmung des Verstorbenen/ der Angehörigen, Umfang der Organ-Gewebespende
     
  • Entscheidungsbegleitung für Angehörige (EfA)

    Ein Fortbildungsangebot der DSO für medizinisches Personal von Intensivstationen

    Das Schulungsangebot der DSO richtet sich an Mitarbeiter in den Krankenhäusern, die mit Angehörigen von möglichen Organspendern sprechen. Die Angehörigen sollen professionell bei einer stabilen Entscheidungsfindung begleitet werden.

     
  • Download

    Leitfaden für die Organspende

    Ausführliche Fachinformationen für ärztliches und pflegerisches Personal auf Intensivstationen

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    Organspende kompakt

    Kompaktinformationen zur Organspende

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    Verfahrensanweisungen nach § 11 des Transplantationsgesetzes

    3. Aktualisierung Stand: Januar 2017

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