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Statement der Geschäftsführenden Ärztin

Transplantationsbeauftragte als Schlüsselstelle

Mit der Novellierung des Transplantationsgesetzes haben wir alle neue Aufgaben zu leisten, denn „Ziel des Gesetzes ist es, die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland zu fördern.“ (§1, Abs.1, S.1). Dadurch soll den über 10.000 Menschen auf der Warteliste eine realistische Lebenschance durch die Bereitstellung von Organen gegeben werden.

Die Region Nordrhein-Westfalen sieht sich dafür gut aufgestellt. Seit Inkrafttreten des Ausführungsgesetzes in 2008 gibt es etwa 340 Transplantationsbeauftragte in der Region, deren Einsatz sich bewährt hat. Die erfolgreiche Arbeit setzt voraus, dass diese Personen mit ausdrücklicher Unterstützung der Klinikleitung tätig werden. Der Qualifizierung für diese Schlüsselstellung hat die Bundesärztekammer mit der Empfehlung und Zertifizierung der „Curricularen Fortbildung für Transplantationsbeauftragte“  Rechnung getragen.

Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe führen diese Fortbildungsveranstaltungen seit 2009 in enger Zusammenarbeit mit der DSO zwei- bis dreimal jährlich durch.

Wir freuen uns, dass diese Angebote mit großem Interesse angenommen werden. Darüber hinaus steht die DSO den Krankenhäusern rund um die Uhr bei allen Fragen und zur Unterstützung der Organspende zur Verfügung.

Die schwerwiegenden Vorwürfe der Datenmanipulation bei Wartelistenpatienten in einzelnen Transplantationszentren erschüttern das Vertrauen in die Organtransplantation und auch in die Organspende. Das bekommen wir deutlich zu spüren: Zurückhaltung  bei den Angehörigen, die das Einverständnis geben müssen, sofern kein Organspendeausweis mit positiver Entscheidung vorliegt. Verunsicherung aber auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die als Transplantationsbeauftragte  ihre Aufgabe wahrnehmen und Krankenhausleitungen, die  besorgt bei uns nachfragen, wie das bei den Menschen ankommt, wenn sich ein Krankenhaus in diesen skandalträchtigen  Zeiten für die Organspende einsetzt. Der Wunsch aller Beteiligten ist klar: Organspende soll seinen guten Ruf behalten, weil nur dadurch  Schwerkranken geholfen werden kann. Es ist der letzte menschenfreundliche Dienst eines Verstorbenen und häufig auch ein tröstlicher Moment für die Angehörigen. Aus meiner Sicht kann es nur eine Antwort geben, die heißt: „Jetzt erst recht“. Wir und Sie, die aufrecht und skandalfrei für die Sache stehen, werden unseren guten Ruf von einigen wenigen nicht kaputt machen lassen.  Mehr als 2.300 Menschen in NRW werden es uns danken und auch wir selbst sind es uns schuldig, weiterhin mit Engagement für die „Gute Sache“ der Organspende einzutreten.

 

 

 

Dr. med. Ulrike Wirges
Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Nordrhein-Westfalen

 
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    Dr. med. Ulrike Wirges

    Geschäftsführende Ärztin

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    Curriculum vitae

    Ulrike Wirges

    * 1956

    Ausbildung

    1987
    Staatsexamen (Medizin) an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf

    1983 – 1987
    Mitarbeiterin am Institut für Physiologie ( Prof. Dr. J. G. Moser), Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

    1991
    Promotion Institut für Lasermedizin (Direktor Prof. Dr. R. Kaufmann), Abteilung für Physiologie, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

    Beschäftigungsverhältnisse

    1987 – 2004
    Tätigkeit als Ärztin für Anästhesiologie in verschiedenen Krankenhäusern im Kammerbereich der Ärztekammer Nordrhein

    1993 – 1997
    Katastrophenschutzschule des Bundes/Ahrweiler Menschenführung 1 und 2, Zusammenwirken der Einheiten Seminar für Führungskräfte

    1989 – 1997
    Notärztin in Duisburg (Rettungshubschrauber Christoph 9) und Krefeld sowie 
    Feuerwehrärztin und Leitende Notärztin im Kreis Viersen

    1992 – 1997
    Referentin Notfallmedizin (Luftrettung) für die Ärztekammer Nordrhein

    10/2004 – 11/2005
    Deutsche Stiftung Organtransplantation Koordinatorin

    Seit Dezember 2005
    Deutsche Stiftung Organtransplantation Geschäftsführende Ärztin, Region Nordrhein-Westfalen

    Projekte:

    Curriculare Fortbildung für Transplantationsbeauftragte in Zusammenarbeit mit den Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein  

    Transplant-Check in Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen

    2007
    Ärztin für Qualitätsmanagement

    2008 - 2010
    Masterstudiengang Public Health, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

    Mitgliedschaften in Fachgesellschaften

    Deutscher Ärztinnenbund e.V.
    Deutsche Transplantationsgesellschaft         

    Deutsche Stiftung Organtransplantation
    Region Nordrhein-Westfalen
    Organisationszentrale

    Lindenallee 29-41
    45127 Essen

     
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