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14.10.2011 | Frankfurt am Main

Presseerklärung des Stiftungsrats der Deutschen Stiftung Organtransplantation


Während in Deutschland täglich Menschen auf der Warteliste für eine Organtransplantation sterben, ist die Zahl der Organspender im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig. Dabei war das vergangene Jahr besonders erfolgreich im Hinblick auf die Zahl von Organspenden und Transplantationen. Nicht zuletzt die vielbeachtete Nierenlebendspende von Frank-Walter Steinmeier führte zu einer deutlichen Zunahme der Organspendebereitschaft. Wenn die Organspenderate nun auf das Niveau der Vorjahre zurückgegangen ist, so zeigt dies nur, dass weitere gemeinsame Anstrengungen auf diesem Gebiet notwendig sind. Der vorliegende Referentenentwurf zur Neufassung des Transplantationsgesetzes kann hierzu beitragen.

In einem anonymen Schreiben, versendet von einer inzwischen gelöschten E-Mail Adresse, wurden vor wenigen Tagen schwere Vorwürfe gegen den Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation erhoben, insbesondere wurden angebliche "Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität" des Vorstands beklagt.

Der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Organtransplantation hat sich in einer Sitzung am 13. Oktober 2011 ausführlich mit den in diesem Schreiben geäußerten Vorwürfen auseinandergesetzt. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Vorwürfen und dem Rückgang der Organspendezahlen während der letzten 9 Monate war nicht erkennbar. Dennoch nimmt der Stiftungsrat die anonymen Klagen ernst. Obgleich regelmäßige externe Wirtschaftsprüfungen erfolgen, auch im Hinblick auf Beschaffungs-, Dienstreise- und andere Regelungen des Vorstands, hat der Stiftungsrat beschlossen, eine Überprüfung der Vorwürfe gegenüber dem Vorstand durch einen weiteren externen unabhängigen Wirtschaftsprüfer zu veranlassen.

In mehrstündigen, intensiven Gesprächen mit mehreren Mitarbeitern der Hauptverwaltung der DSO ohne Anwesenheit des Vorstands hat sich der Stiftungsrat darüber hinaus detailliert über die Führungskultur in dem sensiblen Bereich der Organspende informiert. Zur Verbesserung der innerbetrieblichen Kommunikation, sowohl im Bereich der Hauptverwaltung als auch zwischen Hauptverwaltung und den Regionen der DSO strebt der Vorstand einen extern moderierten Prozess an, der baldmöglichst alle Beteiligten zueinander führen soll.

Der Stiftungsrat der DSO wird darüber hinaus die zuständige Stiftungsaufsicht, vertreten durch den Regierungspräsidenten des Regierungspräsidiums Darmstadt bei deren Aufgaben bestmöglich unterstützen und das weitere Vorgehen abstimmen.

Die erfolgreiche Realisierung der gesellschaftlich wichtigen Aufgabe der Organspende bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu verbessern ist.

Der Stiftungsrat der DSO
Vertreten durch Prof. Wolf Bechstein und Klaus Wächter


 
  • Ansprechpartner

    Birgit Blome

    Leitung

    Bereich Kommunikation

    Telefon +49 69 677 328 9401
    Telefax +49 69 677 328 9409

    Mail

    Deutsche Stiftung Organtransplantation
    Hauptverwaltung

    Deutschherrnufer 52
    60594 Frankfurt am Main

     
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