Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 163 Pankreastransplantationen in 24 Kliniken durchgeführt.
Im Jahr 2010 wurden 187 Patienten neu zur Pankreastransplantation angemeldet.
Empfänger
Für eine Pankreastransplantation kommen nur Patienten mit Typ-I-Diabetes in Frage. Auf die Warteliste
werden dialysepflichtige Diabetiker aufgenommen, deren Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert.
Kombinierte Niere-Pankreas-Transplantation
Infolge einer Typ-I-Diabetes treten häufig Gefäßschäden auf, die zu
Durchblutungsstörungen in verschiedenen Organen führen können. Dadurch können besonders
auch die Nieren, bis hin zum Nierenversagen, geschädigt werden. Bei solchen Patienten kommt eine
kombinierte Niere-Pankreas-Transplantation in Frage.
Konservierung und Spenderkriterien
Pankreastransplantate werden in gekühlten Lösungen maximal 12 Stunden vor der Transplantation
aufbewahrt. Voraussetzung für die Pankreastransplantation ist die Blutgruppenkompatibilität zwischen
Spender und Empfänger. Liegt beim Pankreasspender eine Gewebetypisierung (HLA-Merkmale) rechtzeitig vor,
erfolgt die Vergabe entsprechend der Übereinstimmung.
Geschichte
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1966 übertrugen Richard Lillehei und William D. Kelly in Minneapolis erstmals eine
Bauchspeicheldrüse. Die Pankreastransplantation erfolgte gemeinsam mit einer
Nierentransplantation.
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Die ersten reinen Pankreastransplantationen, die im Anschluß bei Diabetikern
durchgeführt wurden, waren nicht sehr erfolgreich. Erst als 1976 französische
Transplantationschirurgen um J.M. Dubernard und J. Traeger eine neue Operationstechnik
entwickelten, verbesserten sich die Ergebnisse der Pankreastransplantationen.
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Die erste Pankreastransplantation in Deutschland fand 1979 im Münchner Klinikum
Großhadern statt.
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1978 fand die weltweit erste kombinierte Transplantation von Pankreas-Inseln und Niere in Zürich statt.
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Die erste erfolgreiche Pankreas-Insel-Transplantation in Deutschland wurde 1992 in Gießen durchgeführt.
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