Ergebnisse

Lunge
Die Fünf-Jahres-Funktionsrate nach einer Lungentransplantation liegt bei 53,3 Prozent.




Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 298 Lungentransplantationen in 13 Zentren durchgeführt, davon 16 gleichzeitig mit einer Herztransplantation. 2010 wurden 416 Patienten neu zur Transplantation angemeldet.


Empfänger
Für die Aufnahme in die Warteliste muss ein endgültiges, nicht-rückbildungsfähiges Lungenversagen vorliegen, das eine lebenserhaltende medikamentöse oder apparative Ateminsuffizienzbehandlung erforderlich macht. Die häufigste Indikation für eine Lungentransplantation war die chronische obstruktive Lungenkrankheit.



Herz-Lungen-Transplantation
Bei irreversiblen Erkrankungen von Herz und Lunge ist eine Transplantation beider Organe angezeigt. Die Primärerkrankung kann das Herz betreffen, z.B. angeborenene Herzfehler, und zum Bluthochdruck in der Lunge führen. Lungenerkrankungen können eine Herzinsuffizienz bedingen, z.B. Fibrose oder Emphysem. Die Patienten leiden unter schwerer Atemnot und starkem Gewichtsverlust.

Konservierung und Spenderkriterien
Die Lunge ist ein sehr empfindliches Organ und erleidet leicht irreversible Schäden. Die Konservierungszeit sollte maximal 6 Stunden betragen. Die Blutgruppen des Spenders und Empfängers müssen kompatibel sein.

Geschichte
Erstmals transplantierte James D. Hardy 1963 in Jackson/Mississippi eine linke Lunge. Bücherl in Berlin führte im Jahr 1967 zwei Lungentransplantationen durch. Im Laufe der Zeit setzte sich die Erkenntnis durch, dass es einfacher und erfolgversprechender ist, Herz und Lunge gemeinsam zu verpflanzen.