Im Jahr 2009 wurden in Deutschland 1.119 Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende und 60 nach einer Lebendspende
durchgeführt. 2009 wurden 1.853 Patienten zur Lebertransplantation angemeldet.
Empfänger
Patienten mit chronischem oder akutem Leberversagen können nur durch eine Transplantation überleben.
Versuche, die Funktion der Leber zeitweise zu ersetzen, sind derzeit in der klinischen Erprobung
(künstliche Leber). Die meisten Patienten auf der Warteliste leiden an einer alkoholischen Leberzirrhose. Seltener
sind Tumore oder Gefäßerkrankungen Grundlage des chronischen Leberversagens.
Lebersegment-Lebendspende
Die besondere Anatomie der Leber ermöglicht die Spende eines Leberteiles. Bei der Lebersegment-Lebendspende
wird ein Teil der Leber entnommen und dem Empfänger als Ersatz für die erkrankte Leber
übertragen. 2009 wurden 60
Lebersegment-Lebendspenden an zehn deutschen Kliniken vorgenommen. Die Übertragung eines Leberteiles wird vor
allem von Eltern auf Kinder praktiziert. Die Lebersegment-Lebendspende hat bis zum Jahr 2001 deutlich zugenommen und sinkt seit 2002 im Trend ab.
Ihr Anteil an der Lebertransplantation betrug 2009 5,1 Prozent.
Splitleber
Auch bei einer postmortalen Spende kann die Leber geteilt werden (Splitleber). Das kleinere Segment wird einem
Kind transplantiert, das größere meist einem erwachsenen Empfänger.
Konservierung und Spenderkriterien
Lebertransplantate werden in gekühlten Lösungen maximal bis zu 12 Stunden vor der Transplantation aufbewahrt.
Blutgruppe von Spender und Empfänger müssen verträglich sein, die Größe des Organs oder Organteils
den Anforderungen des Empfängers entsprechen.
Geschichte
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1967 wurde die weltweit erste erfolgreiche Lebertransplantation in Pittsburgh,
Pennsylvania, von Thomas E. Starzl durchgeführt.
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1969 nahmen Alfred Gütgemann und T. S. Lie die erste Lebertransplantation in Deutschland an der Universitätsklinik Bonn vor.
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