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Lebendspende

Bestimmte Organe oder Organteile können bereits zu Lebzeiten gespendet werden. So kann ein gesunder Mensch mit guter Nierenfunktion eine Niere spenden. Die verbleibende Niere kompensiert den Ausfall. Ebenso kann ein Teil der Leber zur Transplantation entnommen werden. Das Transplantationsgesetz (TPG) schreibt vor, dass die Transplantation von Organen lebender Spender nur zulässig ist, wenn kein postmortal gespendetes Organ für den Empfänger zur Verfügung steht.

Eine Lebendspende muss sorgfältig überdacht werden, da es sich um einen chirurgischen Eingriff an einem gesunden Menschen ausschließlich zum Wohle eines anderen handelt. Der Eingriff stellt für den Spender ein medizinisches Risiko dar. Eine entsprechende Auflärung darüber hat zu erfolgen. Auch dürfen Zwang, psychische Abhängigkeit oder finanzielle Anreize keine Rolle spielen.

Der Gesetzesgeber hat mit dem Transplantationsgesetz den rechtlichen Rahmen für die Lebendspende geschaffen. Dadurch wird sichergestellt, dass sie nur auf freiwilliger Basis und mit möglichst geringem medizinischem Risiko für den Spender erfolgt. Lebendspenden sind nur unter nahen Verwandten und einander persönlich eng verbundenen Personen zulässig.

Der Spender muss volljährig und einwilligungsfähig sein. Der Spender und eventuell der Empfänger müssen sich einer Lebendspendekommission vorstellen. Die Kommission muss prüfen, ob die Einwilligung zur Lebendspende freiwillig und ohne Zwang erfolgt und dass kein Organhandel vorliegt. Die Lebendspendekommission wird entsprechend dem jeweiligen Landesgesetz gebildet.

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